5. April 2022 Marktentwicklungen

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Update: 18:18 Uhr

05. Apr (Reuters) – Es folgt der Reuters-Blick zu wichtigen Entwicklungen in der Unternehmenswelt über die Top-Themen des Tages hinaus:

GAZPROM- Der russische Gasriese beruft seine Vertreter im Management der bisherigen Deutschland-Tochter Gazprom Germania und ihrer Beteiligungen ab. Gazprom Germania und die Firma Gazprom Marketing & Trading dürften nicht mehr die Marke Gazprom verwenden, teilte Gazprom mit. Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck hatte am Montag Gazprom Germania bis Ende September unter die Treuhandschaft der Bundesnetzagentur gestellt. Er reagierte damit auf die Ankündigung Gazproms, die Tochter aufzugeben.

VERSICHERUNGSKAMMER BAYERN (VKB) – München: Bei dem größten öffentlichen Versicherer Deutschlands ist der Gewinn 2021 eingebrochen. Das Ergebnis nach Steuern halbierte sich fast auf 173 (2020: 325) Millionen Euro, wie aus dem Geschäftsbericht hervorgeht. Die Beitragseinnahmen gingen um 0,8 Prozent auf 9,28 Milliarden Euro zurück, vor allem weil die VKB das Geschäft in der Lebensversicherung drosselte. Sie hätten damit aber um 200 Millionen Euro über Plan gelegen. Die Schaden-Kosten-Quote in der Sachversicherung verschlechterte sich unter anderem wegen hoher Naturkatastrophenschäden auf 100,8 (92,3) Prozent. Für das laufende Jahr erwartet der Sparkassen-Versicherer ein nochmals deutlich geringeres Nettoergebnis. Die VKB ist in Bayern, Berlin, Brandenburg, dem Saarland und den ehemals bayerischen Teilen von Rheinland-Pfalz aktiv.

GM – Detroit: Der US-Autokonzern baut seine Zusammenarbeit mit dem japanischen Hersteller Honda bei Elektroautos aus. Die beiden Unternehmen kündigten an, gemeinsam Fahrzeuge auf Basis einer neuen Architektur zu entwickeln. Dabei gehe es um „bezahlbare“ Autos. Zudem solle über eine Zusammenarbeit bei Batterien gesprochen werden. Die Autobauer haben bereits vereinbart, dass GM ab 2024 zwei elektrische Stadtgeländewagen für Honda baut.

VULCAN ENERGIE- Berlin: Der fünftgrößte deutsche Versorger MVV bezieht Erdwärme für rund 25.000 Haushalte von dem Lithium-Experten Vulcan Energie. Der Vertrag habe eine Laufzeit von 20 Jahren und umfasse die Lieferung von bis zu 350 Gigawattstunden Wärme pro Jahr, teilte Vulcan mit. Die Wärme solle aus einem Geothermiekraftwerk kommen, das Vulcan in der Nähe von Mannheim bauen werde. In dem Kraftwerk solle später auch CO2-freies Lithium für die Batterieindustrie gefördert werden. Vulcan hat Lithium-Lieferverträge unter anderem mit Autobauern wie Volkswagen oder Stellantis abgeschlossen.

R+V VERSICHERUNG – München: Der genossenschaftliche Versicherungskonzern hat den Gewinn im vergangenen Jahr mehr als verdreifacht. Das Ergebnis vor Steuern sei vor allem dank Bewertungseffekten bei den Kapitalanlagen auf 914 (2020: 291) Millionen Euro gestiegen, „das Doppelte, was wir geplant hatten“, sagte Vorstandschef Norbert Rollinger in Wiesbaden. Die Solvenzquote verbesserte sich deutlich auf 232 von 183 Prozent. Die rekordhohen Naturkatastrophen-Schäden von 1,1 Milliarden Euro – vor allem durch die Sturzflut an Ahr und Erft – seien größtenteils durch Rückversicherung abgefedert worden. Für das neue Jahr peilt die R+V einen Vorsteuergewinn von rund 600 Millionen Euro an und will mindestens so stark wachsen wie die Konkurrenz. Im ersten Quartal stiegen die Beitragseinahmen in der Erstversicherung um 4,3 Prozent auf 5,9 Milliarden Euro.

ROBERT BOSCH GmbH – München: Die Hausgerätetochter BSH leidet auch wegen des Kriegs in der Ukraine unter Materialmangel. Es werde zunehmend schwieriger, die Lieferketten aufrechtzuerhalten, erklärze BSH Hausgeräte. Die Engpässe beträfen mehrere Werke in Europa und in der Türkei, wo das Unternehmen einen großen Teil seiner Fertigung vorübergehend aussetzen musste. Die Folgen würden weltweit zu spüren sein. BSH betreibt zwei Werke im russischen St. Petersburg; die Produktion dort ist ausgesetzt. 2021 steigerte das Unternehmen den Umsatz um zwölf Prozent auf 15,6 Milliarden Euro und markierte damit einen Rekord.

SHOP APOTHEKE – Düsseldorf: Die Online-Apotheke hat im ersten Quartal dank steigender Kundenzahlen zugelegt. Der Umsatz stieg nach ersten Berechnungen um 7,2 Prozent auf 305 Millionen Euro. Die Zahl der aktiven Kunden kletterte um 0,4 Millionen auf 8,3 Millionen. Der Vorstand bekräftigte seine Jahresziele, die eine bereinigte operative Umsatzrendite (Ebitda-Marge) von minus 1,5 bis plus 1,5 Prozent vorsehen, nach minus 0,5 Prozent im Vorjahr. Beim Umsatz peilt er ohne das Geschäft mit verschreibungspflichtigen Medikamenten, das rund zehn Prozent ausmacht, einen Anstieg um 15 bis 25 Prozent an.

GRENKE- Düsseldorf: Die Leasingfirma hat zum Jahresauftakt ihren Wachstumstrend fortgesetzt. Das Leasingneugeschäft stieg im ersten Quartal um 36,5 Prozent auf 499,2 Millionen Euro. „Damit sind wir voll im Plan mit Blick auf unsere Guidance für 2022“, erklärte Finanzvorstand Sebastian Hirsch. 

Entwicklungen 10 03 22

Tesla – San Francisco: Tesla-Chef Elon Musk hat eine Twitter-Umfrage veröffentlicht, in der er Nutzer fragt, ob sie einen Editier-Button wünschen. Musk ist seit Montag Großaktionär beim Kurznachrichtendienst Twitter. „Wollt ihr einen Edit-Button?“, fragte Musk in dem Tweet. Als Antwort auf Musks Umfrage twitterte Twitter-CEO Parag Agrawal, dass die Folgen der Umfrage wichtig sein werden. „Bitte stimmen Sie sorgfältig ab“, schrieb er.

AAREAL – Frankfurt: Die Finanzinvestoren Advent und Centerbridge haben die Wiesbadener Spezialbank über ein neues Übernahmeangebot informiert. Die Atlantic BidCo GmbH habe mit Blick auf ein mögliches neues Übernahmeangebot Gespräche mit Aktionären abgeschlossen hat, die insgesamt über rund 37 Prozent der Stimmrechte an der Gesellschaft verfügen. Diese hätten sich verpflichtet, das Angebot für ihre Aktien anzunehmen bzw. außerhalb des Angebots an die Bietergesellschaft zu verkaufen. Es handele sich dabei um Petrus Advisers, Talomon, Teleios und Vesa. Nach Angaben der Finanzinvestoren zufolge wird nun ein Angebotspreis von EUR 33 je Aktie erwogen.

5. April 2022 Marktentwicklungen

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