21. Januar: Der Börsen Vormittag

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Frankfurt, 21. Jan (Reuters) – Es folgt der Börsen-Ticker zu wichtigen Kursbewegungen an den internationalen Finanzmärkten und ihren Ursachen:

11.17 Uhr – Wegen geplatzter Hoffnung auf einen Bieterwettstreit um Playtech droht den Aktien des Software-Herstellers für Glücksspiele der größte Tagesverlust seit dreieinhalb Jahren. Sie brechen in London um fast 16 Prozent auf 615 Pence ein. Zuvor hatte JKO Play, die Investmentfirma des ehemaligen Formel-1-Rennstallbesitzers Eddie Jordan, Pläne für eine Offerte aufgegeben. Playtech selbst rät dazu, das Übernahmeangebot des australischen Rivalen Aristocrat von 680 Pence je Aktie oder umgerechnet insgesamt 2,5 Milliarden Euro anzunehmen.

10.24 Uhr – Deutsche Bundesanleihen stehen nach dem jüngsten Ausverkauf in der Gunst der Anleger wieder weit oben. Die Kurse der gern als sicherer Hafen angesteuerten Titel steigen, im Gegenzug fällt die Rendite mit minus 0,060 Prozent auf den tiefsten Stand seit einer Woche. Die Furcht vor einem russischen Einmarsch in der Ukraine, aber auch die Aussicht auf eine anhaltend lockere Geldpolitik in der Euro-Zone lassen die Anleger bei Bundesanleihen zugreifen. Die Europäische Zentralbank müsse geldpolitisch nicht so aggressiv vorgehen, wie es die US-Notenbank Fed voraussichtlich tun werde, sagte EZB-Präsidentin Christine Lagarde zuletzt.

10.00 Uhr – Der düstere Ausblick auf das Neugeschäft hat die Anleger von Nordic Entertainment Group verstimmt. Die Aktien des schwedischen Medien- und Unterhaltungsunternehmens fallen in der Spitze um rund acht Prozent. Netflix rechnet nur mit 2,5 Millionen Neukunden von Januar bis März, was weniger als die Hälfte dessen ist, was sich Analysten erhofft hatten. Die Analysten der Citi prognostizierten, der Ausblick werde Spekulationen schüren, ob der Markt für abonnierbare Video-Dienste zu schwächeln beginne. Die Netflix-Aktie sackte nachbörslich um fast ein Fünftel ab und büßte damit fast alle in der Coronapandemie angehäuften Gewinne ein.

08.10 Uhr – Die Annulierung eines Vertrags zur Lieferung von 50 Maschinen an Qatar Airways macht Airbus zu schaffen. Die in Deutschland notierten Aktien des Flugzeugbauers fallen im Frankfurter Frühhandel um drei Prozent. Hintergrund des Streits ist eine 618 Millionen Dollar schwere Schadenersatzklage der Fluggesellschaft wegen Lackschäden an bereits ausgelieferten Maschinen.

07.55 Uhr – Der Ausverkauf an der Wall Street treibt Anleger zurück in US-Staatsanleihen. Dies drückt die Rendite der zehnjährigen Treasuries auf 1,783 Prozent. Wegen der Omikron-Variante des Coronavirus würden sich die Notenbanken sicher mit der Straffung der Geldpolitik zurückhalten, sagt Martin Whetton, Chef-Anlagestratege für Renten und Devisen bei der Commonwealth Bank. Außerdem nähmen einige Investoren wegen der Ukraine-Krise Kurs auf „sichere Häfen“.

07.45 Uhr – Der indonesische Plan zur Begrenzung der Palmöl-Exporte treibt die Preise auf ein Rekordhoch. Der Terminkontrakt auf dieses als Lebensmittel und Biokraftstoff genutzte Pflanzenfett steigt an der Börse Kuala Lumpur um 0,8 Prozent auf 5231 Ringgit (1103 Dollar) je Tonne.

07.40 Uhr – Enttäuschende Quartalsergebnisse des Rivalen Siemens Gamesa setzen Nordex zu. Die Aktien des Windkraftanlagen-Bauers fallen vorbörslich um fast vier Prozent. Siemens Gamesa schraubte nach einem Quartalsumsatz unter Markterwartungen seine Gesamtjahresziele zurück.

07.28 Uhr – Ein überraschender Anstieg der US-Rohölbestände schickt den Ölpreis auf Talfahrt. Die Sorte Brent aus der Nordsee verbilligt sich um drei Prozent auf 85,71 Dollar je Barrel. Dabei handele es sich um Gewinnmitnahmen vor dem Wochenende, sagte Chef-Analyst Hiroyuki Kikukawa vom Brokerhaus Nissan Securities. In den vergangenen vier Wochen hatte sich Brent um mehr als 20 Prozent verteuert.

07.22 Uhr – Die jüngsten Kursverluste an der Wall Street machen Investoren nervös. Sie ziehen sich daher am Freitag auch aus anderen riskanten Anlageklassen wie Kryptowährungen zurück. Bitcoin und Ethereum fallen um 7,4 Prozent auf 38.267 Dollar beziehungsweise um 8,8 Prozent auf 2810 Dollar.

21. Januar: Der Börsen Vormittag

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