2022 – Déjà-vu oder neue Chancen?

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Ein aktueller Kommentar von Alexander Pelteshki, Investment Manager bei Aegon Asset Management:

Nach einem unvorhersehbaren Jahr an den Anleihemärkten erläutert Alexander Pelteshki, Investment Manager bei Aegon Asset Management, seine Erwartungen für 2022. Er ist der Ansicht, dass wir uns zu Beginn des Jahres 2022 in vielerlei Hinsicht in der gleichen Situation befinden: optimistisch in Bezug auf das Wachstum und in der Hoffnung, dass Covid-19 bald für immer hinter uns liegen wird. Infolgedessen verkaufen die Märkte für Staatsanleihen wieder einmal.  

Allerdings sieht er dieses Mal einige Unterschiede: Der Arbeitskräftemangel ist allgegenwärtig, die Energiepreise könnten sich auf einem höheren Niveau einpendeln und das globale Wachstum wird sich (von einer hohen Basis aus) abschwächen, aber weiterhin über dem Trend liegen.

„Wir gehen davon aus, dass sich die angekündigte Rücknahme der geldpolitischen Stimulierung durch die Zentralbanken Anfang 2022 weitgehend negativ auf die Rentenmärkte auswirken wird.

Dabei wird die Volatilität der Renditen viel höher sein als im Jahr 2021, was viel Raum für Alpha-Generierung lassen sollte“, erklärt Pelteshki. „Wir beginnen das Jahr mit einem relativ niedrigen Zinsrisiko, was unserer Erwartung eines allmählichen Anstiegs der Zinsen entspricht.

2022
Foto von Alexander Pelteshki (Quelle: Aegon AM)

Wir sehen sowohl in den USA als auch in Großbritannien Spielraum für höhere Renditen, während Europa immer wieder für Überraschungen gut ist.“

Pelteshki geht davon aus, dass „die Renditen der wichtigsten Staatsanleihenmärkte von hier aus weiter nach oben tendieren werden. Die Knappheit an Arbeitskräften und Inputs wird weiterhin ein Thema sein, was wahrscheinlich den Druck auf die Stückpreise und Löhne aufrechterhalten wird.

Infolgedessen dürften sich die finanziellen Bedingungen verschärfen und die Renditen von Staatsanleihen wieder ansteigen“. Die größte Herausforderung für alle Anleger in festverzinslichen Wertpapieren könnte seiner Meinung nach in diesem Jahr darin bestehen, einerseits ein gutes Wachstumsbild und andererseits ein sehr schwieriges makroökonomisches und technisches Umfeld zu bewältigen.

Der Experte rechnet mit besseren Chancen im unteren Qualitätssegment der Kreditmärkte. „Sowohl die Gesamtrenditen als auch die Überschussrenditen dürften in diesem Jahr anständig ausfallen, trotz einer gewissen erhöhten Volatilität innerhalb des Jahres.

Die Überschussrendite, die diese Anleihen bieten, würde im Vergleich zum Universum der Investment-Grade-Anleihen einen viel größeren Puffer gegen steigende Zinsen bieten.

Auch die Angebotssituation ist viel sauberer und das Ausfallrisiko für die meisten Sektoren ist aufgrund der allgemeinen wirtschaftlichen Stärke weiterhin relativ gering.“ Daher, so Pelteshki, sind Hochzinsanleihen mit niedriger Duration und hoher Nachrangigkeit ein guter Ort, um Risiken einzugehen.

2022 – Déjà-vu oder neue Chancen?

Titelfoto und Foto von Alexander Pelteshki (Quelle: Aegon AM)

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