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17. Juni 2022 Der Börsen Vormittag

Frankfurt, 17. Jun (Reuters) – Es folgt der Börsen-Ticker zu wichtigen Kursbewegungen an den internationalen Finanzmärkten und ihren Ursachen:

17.00 Uhr – Konjunktursorgen sorgen für einen kräftigen Preisrutsch beim Öl. Die Nordsee-Sorte Brent verliert 4,7 Prozent auf 114,30 Dollar je Fass, US-Leichtöl WTI fällt um 5,4 Prozent auf 111,24 Dollar je Fass. Auf Wochensicht steuert Brent auf den ersten Verlust seit fünf Wochen zu. Strategen zufolge nehmen die Befürchtungen zu, dass die Zinserhöhungen der Notenbanken weltweit eine Rezession auslösen könnten.

13.50 Uhr – Übernahmefantasien treiben die Aktien von Mereo BioPharma vorbörslich an der Wall Street um 20,5 Prozent nach oben. Die britische Ausgabe von „The Time“ berichtete, dass der Pharmariese AstraZeneca eine Offerte für den in Großbritannien ansässigen Medikamentenentwickler erwägt. Mereo sucht nach Mitteln für seltene Krankheiten und bestimmte Krebsarten. AstraZeneca wollte keine Stellungnahme zu dem Bericht abgeben. 

13.30 Uhr – Nach einem Medienbericht zu einer möglichen Übernahme schiessen die Aktien von ABN Amro um mehr als 17 Prozent nach oben auf 12,16 Euro. Bloomberg meldete, die französische Bank BNP Paribas habe an dem weitgehend in Staatsbesitz befindlichen niederländischen Institut Interesse. Die Franzosen hätten dazu jüngst bei der niederländischen Regierung vorgefühlt, was aber bislang nicht zu konkreten Verhandlungen geführt habe. 

ABN Amro erklärte, man äußere sich nicht zu Gerüchten. BNP lehnte eine Stellungnahme ab. Die Papiere des französischen Geldhauses lagen rund zwei Prozent höher bei 48,52 Euro.

11.49 Uhr – Ein Medienbericht über eine mögliche Übernahme beschert Revlon einen der größten Kurssprünge der Firmengeschichte. Die Aktien der US-Kosmetikfirma, die am Donnerstag Gläubigerschutz beantragt hatte, stiegen an der Wall Street vorbörslich um bis zu 57 Prozent. Einem indischen TV-Sender zufolge ist der Mischkonzern Reliance an Revlon interessiert. Dieser hat in den vergangenen Monaten verstärkt in Mode und Kosmetik investiert. Sein Hauptgeschäftsfeld die Förderung und Verarbeitung von Erdöl. Revlon-Papiere waren am Donnerstag bis auf knapp zwei Dollar abgesackt. Anfang November hatten sie noch mehr als 17 Dollar gekostet. 

11.40 Uhr – Aus Furcht vor Geschäftseinbußen ziehen sich Anleger bei indischen Zuckerproduzenten zurück. Die Aktien von EID-Parry, Dhampur Sugar, Bannari Amman oder Dalmia Bharat fallen bis zu fünf Prozent. Insidern zufolge will die Regierung in Neu Delhi den Zucker-Export wegen ausbleibender Regenfälle in wichtigen Anbauregionen in der kommenden Saison begrenzen, um die Versorgung im Inland zu sichern und die Preise unter Kontrolle zu behalten. Indien ist nach Brasilien der weltweit zweitgrößte Zucker-Exporteur. 

11.06 Uhr – Wieder wachsende Hoffnungen auf eine baldige Übernahmeofferte geben Playtech Auftrieb. Die Aktien des Anbieters von Glücksspiel-Software steigen in London um fünf Prozent. Die Frist, innerhalb der das interessierte Konsortium um den Finanzinvestor TTB Partners ein verbindliches Angebot vorlegen muss, wurde den Angaben zufolge bis zum 15. Juli verlängert. Dies sei ein ermutigendes Zeichen, dass sich die Parteien auf ein akzeptables Angebot einigen könnten, schreiben die Analysten des Brokerhauses Peel Hunt.

10.45 Uhr – Ein optimistischer Ausblick von US Steel ermuntert Anleger zum Einstieg bei europäischen Stahlkonzernen. Die Aktien von Thyssenkrupp, Salzgitter, ArcelorMittal und Acerinox steigen um bis zu zwei Prozent. Die Titel von US Steel gewinnen im vorbörslichen US-Geschäft 3,5 Prozent. Das Unternehmen stellt für das laufende Quartal einen überraschend hohen Gewinn von 3,83 bis 3,88 Dollar je Aktie in Aussicht. 

10.08 Uhr – Der Abbruch von Tests für ein Medikament gegen Parkinson brockt Addex zweitgrößten Kurssturz der Firmengeschichte ein. Die Aktien der Schweizer Pharmafirma fallen in Zürich um mehr als 40 Prozent auf ein Rekordtief von 0,31 Franken. Das Mittel sei ein Hoffnungsträger gewesen, kommentiert Analyst Leonildo Delgado von der Baader Helvea Bank. Er stufte daher die Titel auf „Sell“ von „Add“ herunter und kürzte das Kursziel auf 0,25 von 0,84 Franken. 

10.01 Uhr – Dank eines optimistischeren Ausblicks winkt den Aktien von Nokian Tyres der größte Tagesgewinn seit zwei Jahren. Die Titel des Reifen-Herstellers steigen in Helsinki um fast neun Prozent. Statt eines signifikanten Umsatzrückgangs erwartet das Unternehmen nun stabile oder nur leicht fallende Erlöse. Beim operativen Gewinn prognostizierte Nokian allerdings weiterhin eine deutliche Verringerung. 

09.53 Uhr – Anleger reißen sich um den Börsen-Debütanten Engcon. Die Aktien des Anbieters von Bagger-Zubehör steigen in Stockholm auf 56,87 Kronen und liegen damit fast 25 Prozent über dem Ausgabepreis von 46 Kronen. Das Emissionsvolumen liegt bei umgerechnet 195 Millionen Euro, wenn die Mehrzuteilungsoption vollständig ausgeübt wird. 

09.25 Uhr – Fortschritte bei der US-Zulassung eines Leukämie-Medikaments bescheren XSpray den größten Kurssprung seit fast einem Jahr. Die Aktien der Pharmafirma steigen in Stockholm um gut 14 Prozent. Die US-Gesundheitsbehörde FDA gewährte dem Mittel den „Orphan Drug Status“, wodurch die Hürden für eine Zulassung sinken. 

08.53 Uhr – Anleihe-Anleger reagieren positiv auf Äußerungen der EZB-Chefin Christine Lagarde zur geplanten Begrenzung der Renditeabstände. Sie greifen bei südeuropäischen Bonds zu und drücken die Renditen der zehnjährigen Titel aus Italien, Spanien und Portugal auf 3,75 Prozent, 2,836 Prozent beziehungsweise 2,623 Prozent. Insidern zufolge erläuterte Lagarde den Finanzministern der Euro-Zone hinter verschlossenen Türen das kürzlich angekündigte sogenannte „Antifragmentierungstool“. Es solle eingesetzt werden, wenn die Spreads zwischen den Anleihen einzelner Staaten eine bestimmte Schwelle überschritten. Details habe sie allerdings nicht genannt.

07.29 Uhr – Die Aktien von Befesa werden an diesem Freitag mit einem Dividendenabschlag von 1,25 Euro gehandelt. Im Vergleich zum Vortagesschluss von 54,00 Euro bedeutet dies ein Minus von 2,3 Prozent.

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