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17. August 2022 Marktentwicklungen

Expertenmeinungen

Hongkong, 17. Aug (Reuters) – Der chinesische Technologieriese Tencent Holdings hat zum ersten Mal überhaupt einen Quartalsverlust ausgewiesen. Die Corona-Lockdowns in China und behördliche Einschränkungen für sein Gaming-Geschäft hätten die Erträge belastet, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Um gegenzusteuern, habe der weitverzweigte Konzern, zu dem auch der wichtigste chinesische Messaging-Dienst WeChat gehört, unprofitable Aktivitäten eingestellt. Insidern zufolge will Tencent auch seine 24 Milliarden Dollar schwere Beteiligung am Essenslieferanten Meituan3690.HK ganz oder zu einem großen Teil verkaufen

Madrid, 17. Aug (Reuters) – Flugbegleiter der spanischen Billigfluglinie Iberia Express haben im Streit über höhere Löhne einen zehntägigen Streik angekündigt. Die Gewerkschaften USO und SITCPLA riefen die Beschäftigten am Mittwoch auf, die Arbeit von 28. August bis 6. September niederzulegen. Sie fordern angesichts der gestiegenen Inflation und der hohen Arbeitsbelastung infolge des nach der Corona-Krise herrschenden Personalmangels mehr Geld und bessere Arbeitsbedingungen. Iberia Express fliegt von Madrid aus mehr als 40 europäische Städte an. Auch bei Ryanair, EasyJet, SAS und der Lufthansa kam es in den vergangenen Wochen zu Streiks, die zu Flugausfällen und -verspätungen führten.

London, 17. Aug (Reuters) – Der weltweit zweitgröße Kinobetreiber Cineworld leidet unter fehlenden Blockbustern. Der Mangel an Filmhits setze den Einnahmen zu, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Das werde wohl noch bis November andauern. Diese Situation dürfte die Bemühungen des Cineplex-Konkurrenten erschweren, seinen Schuldenberg abzubauen, der Ende 2012 bei fast neun Milliarden Dollar lag. Aktionäre müssten mit einer Verwässerung ihrer Anteile rechnen, warnte Cineworld. Die in London notierte Aktie brach fast 40 Prozent ein.

Trotz der Filmstarts von James Cameron’s „Avatar 2“ und „Top Gun: Maverick“ mit Tom Cruise sind über den Sommer hinweg weniger Produktionen auf die große Leinwand gekommen als normalerweise, einige starten inzwischen direkt bei Streaminganbietern wie Netflix. Cineworld kommt in zehn Ländern – darunter neben den USA und Großbritannien auch Deutschland – auf mehr als 9000 Leinwände. Im vergangenen Jahr zählte das Unternehmen rund 95 Millionen Kinobesucher nach mehr als 275 Millionen vor der Coronapandemie.

Zürich/Paris, 17. Aug (Reuters) – Der französische Pharmakonzern Sanofi beendet das Entwicklungsprogramm für sein Brustkrebsmedikament Amcenestrant. Der Wirkstoff verfehlte in einer spätklinischen Studie der Phase III die definierten Ziele, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Ein unabhängiger Prüfausschuss habe den Abbruch der Studie empfohlen. Alle laufenden klinischen Studien mit Amcenestrant würden gestoppt. Sicherheitsbedenken gab es keine. Der Rückschlag erhöht den Druck auf den Konzern, der etwa im Rennen um die Entwicklung eines Covid-Impfstoffs weit zurückgefallen war, neue Medikamente auf den Markt zu bringen. Amcenestrant gehört zu einer neuen Klasse von Krebsarzneien, an denen auch Konkurrenten wie etwa der Schweizer Roche-KonzernROG.S oder die britisch-schwedische AstraZeneca forschen.

Kopenhagen, 17. Aug (Reuters) – Der dänische Brauereikonzern Carlsberg bekommt trotz eines höheren Absatzes in Kneipen und Restaurants die steigenden Rohstoffkosten zu spüren. Im zweiten Quartal liefen die Geschäfte nicht so gut wie erwartet. Zudem bleibe die Unsicherheit hoch, sagte Brauereichef Cees’t Hart in einer Mitteilung vom Mittwoch. „Der steigende Kostendruck ist eine besondere Herausforderung für uns in den kommenden Quartalen.“ Im Frühjahrsquartal setzte das Unternehmen 20,51 Milliarden Kronen (umgerechnet 2,76 Milliarden Euro) um, das ist weniger als Analysten erwartet hatten.

Zürich, 17. Aug (Reuters) – Der Nettogewinn des Schweizer Lebensversicherers Swiss Life ist im ersten Halbjahr um vier Prozent auf 642 Millionen Franken gestiegen. Die Prämieneinnahmen wuchsen währungsbereinigt um zwei Prozent auf 10,8 Milliarden Franken, wie der der Konzern aus Zürich am Mittwoch mitteilte. Das lukrative Vermögensverwaltungs- und Dienstleistungsgeschäft zog kräftig an:

Der Ergebnisbeitrag aus dem Kommissions- und Gebührengeschäft nahm um 17 Prozent zu und das Unternehmen holte drei Milliarden Franken Netto-Neugelder herein. Die um Sonderfaktoren bereinigte Eigenkapitalverzinsung lag mit 11,8 Prozent am oberen Ende der Zielspanne von zehn bis zwölf Prozent. Mit rund 215 Prozent Solvenzquote basierend auf dem Regelwerk Swiss Solvency Test hielt Swiss Life deutlich mehr Kapital vor als angepeilt. Die für den Zeitraum 2022 bis 2024 ausgegebenen Finanzziele bekräftigte der Konzern.

17. August 2022 Marktentwicklungen

Copyright: (c) Copyright Thomson Reuters 2022

Titelfoto: Symbolfoto

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