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Samstag, Januar 28, 2023

15.11.22 Wichtige Marktentwicklungen

Expertenmeinungen

Es folgen wichtige Marktentwicklungen für den 15. November 2022.

Hongkong, 15. Nov (Reuters) – Der chinesische Autobauer BYD bläst den Börsengang seiner Chip-Tochter vorerst ab. Stattdessen solle massiv in den Ausbau der Siliziumwafer-Produktion investiert werden, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Denn wegen des Booms bei Elektroautos übersteige die Nachfrage nach diesen Chip-Rohlingen das Angebot deutlich. Nach Abschluss der Kapazitätsausweitung solle ein Börsengang wieder in Angriff genommen werden. Auf das aktuelle Geschäft von BYD oder die Strategie habe die Planänderung keinen Einfluss. Dem Börsenprospekt zufolge wollte die BYD-Chiptochter umgerechnet 273 Millionen Euro frisches Kapital einsammeln und strebte an die chinesische Technologiebörse ChiNext.

Oslo, 15. Nov (Reuters) – Wintershall Dea investiert zusammen mit Partnern weitere rund 400 Millionen Euro in das norwegische Öl- und Gasfeld Maria. Ziel ist die Förderung zusätzlicher 22 Millionen Barrel Öläquivalent (BOE), wie aus einem aktualisierten Entwicklungsplan hervorgeht, der dem norwegischen Energieministerium am Dienstag vorgelegt wurde. Demnach plant Wintershall Dea neue Bohrungen und die Installation neuer Unterwasserausrüstung, um die Ausbeute zu steigern. Die Produktion des Feldes ist seit der Inbetriebnahme 2017 hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Wintershall Dea senkte deshalb nach Angaben der norwegischem Erdölverwaltung seine ursprüngliche Reservenschätzung auf rund 100 Millionen von 180 Millionen BOE. Mit einem Anteil von 50 Prozent ist Wintershall Dea Betriebsführer des Maria-Felds, insgesamt betreibt der Konzern drei Unterwasserfelder in Norwegen.

München, 15. Nov (Reuters) – Der Münchner Autobauer BMW hat sich CO2-reduzierten Stahl für seine Werke weltweit gesichert. Ab 2026 solle mehr als ein Drittel des nötigen Stahls durch Verfahren gewonnen werden, bei denen weniger klimaschädliches Kohlendioxid ausgestoßen wird als bei der herkömmlichen Stahlproduktion, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Das verringere den CO2-Fußabdruck um jährlich rund 900.000 Tonnen, sagte BMW-Einkaufschef Joachim Post. Der Stahl solle künftig etwa mit Elektroverfahren gewonnen werden, bei dem Strom aus erneuerbaren Energien zum Einsatz komme, dazu komme Stahl aus Wasserstoff-Verfahren. In Europa liefere etwa Salzgitter den nötigen Stahl, für die USA seien entsprechende Verträge mit Steel Dynamics und Big River Steel abgeschlossen worden, für China wurde HBIS als Partner genannt.

London, 15. Nov (Reuters) – Der britische Rüstungskonzern BAE Systems hebt seine Gewinnprognose für das kommende Jahr wegen der weltweit steigenden Nachfrage nach Rüstungsgütern auf mehr als das Doppelte an. Der bereinigte Gewinn pro Aktie soll neu um elf bis dreizehn Prozent steigen, wie der Hersteller von U-Booten, Kampfflugzeugen und Kampffahrzeugen am Dienstag mitteilte. Zuvor hatte der Konzern einen Anstieg von vier bis sechs Prozent in Aussicht gestellt. Der Ukraine-Krieg habe die Verteidigungsausgaben weltweit in die Höhe getrieben. In den wichtigsten Märkten des Unternehmens – den USA, Großbritannien, Saudi-Arabien und Australien – sei die Nachfrage trotz der sich abkühlenden Konjunktur weiter robust. „Wir sehen ein Umsatzwachstum in allen Sektoren und Möglichkeiten, den mittelfristigen Ausblick weiter zu erhöhen“, sagte Konzernchef Charles Woodburn. Die Aktien des größten britischen Rüstungsunternehmens legten an der Londoner Börse seit Jahresbeginn rund 36 Prozent zu.

Shenzen/Hongkong, 15. Nov (Reuters) – Wie der US-Rivale Amazon wird auch die chinesische Tencent0700.HK Insidern zufolge Stellen streichen. Nach Entlassungen im Frühjahr werde es eine neue Runde von Kürzungen geben, sagten vier mit der Angelegenheit vertraute Personen Reuters. Betroffen seien unter anderem die auf Spiele ausgerichteten Plattformen. Der Umfang der Stellenstreichungen blieb zunächst offen. Tencent lehnte eine Stellungnahme ab. Tencent und Alibaba9988.HK hatten im Frühjahr bereits auf die schärfere Regulierung in der Volksrepublik mit Massenentlassungen reagiert. Auch Amazon, der Facebook-Konzern Meta META.O wie auch MicrosoftMSFT.Ound TwitterTWTR.MX planen massive Stellenstreichungen.

Düsseldorf, 15. Nov (Reuters) – Der Windturbinennbauer Nordex hat mit seinen Aussichten auf einen Verlust am unteren Ende der Prognosespanne seine Anleger verschreckt. Vorbörslich notierten die Papiere am Dienstag sechs Prozent im Minus. Am Vorabend hatte der zur spanischen Acciona gehörde Konzern mitgeteilt, die operative Umsatzrendite (Ebitda-Marge) wegen der gestörten Lieferketten nun am unteren Ende des Prognosekorridors bei rund minus 4 Prozent zu erwarten. In den ersten neun Monaten lag die Ebitda-Marge bie minus 5,2 Prozent. Die Erlöse schrumpften leicht auf 3,9 (Vorjahr: 4,0) Milliarden Euro.

Düsseldorf, 15. Nov (Reuters) – Höhere Energiekosten und die schwächelnde Wirtschaft stimmen den Vodafone-Vorstand skeptischer. Er erwartet nun im Bilanzjahr 2022/23 Gewinne am unteren Ende der Prognosespanne, wie der britische Mobilfunker am Dienstag mitteilte. Das bereinigte Ergebnis werde nun wohl bei 15,0 bis 15,2 Milliarden Euro liegen statt bei 15,0 bis 15,5 Milliarden. „Wir unternehmen eine Reihe von Schritten, um den wirtschaftlichen Hintergrund hoher Energiekosten und steigender Inflation abzumildern“, erklärte Konzernchef Nick Read. In den ersten sechs Monaten sank der bereinigte Gewinn um 2,6 Prozent. Als Ursache nannte der Vorstand die schwächelnde Wirtschaft in Deutschland, dem größten Einzelmarkt des Konzerns.

Frankfurt, 15. Nov (Reuters) – Der Internet- und Mobilfunk-Anbieter United Internet rechnet für seine Webhosting-Tochter Ionos in den nächsten Jahren mit einem durchschnittlichen Umsatzwachstum von zehn Prozent. Das Tochterunternehmen, das an die Börse strebt, werde im laufenden Jahr seinen Umsatz um 15 bis 18 Prozent von 1,1 Milliarden Euro im Vorjahr steigern, teilte United Internet am Dienstag bei einem Kapitalmarkttag für Ionos mit. Mittelfristig wolle das Unternehmen eine bereinigte operative Umsatzrendite (Ebitda-Marge) von 30 Prozent erreichen.

Ionos hilft vor allem kleineren und mittleren Unternehmen bei der Digitalisierung und sieht sich als europäischer Marktführer bei Dienstleistungen zum Betrieb von Websites. Die Mutter United Internet, die gut 75 Prozent and Ionos hält, will die Firma im nächsten Jahr an die Börse bringen. Insidern zufolge erwarten die begleitenden Banken einen Börsenwert von bis zu vier Milliarden Euro.

Düsseldorf, 15. Nov (Reuters) – Höhere Strompreise und erweiterte Kapazitäten haben den Wind- und Solarparkbetreiber Encavis angetrieben. In den ersten neun Monaten stiegen die Erlöse um 19 Prozent auf 2,583 Milliarden Euro und das operative Ergebnis (Ebit) um 45 Prozent auf 166,9 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Wegen der Entscheidung der EU, rückwirkend zum 1. September Zufallsgewinne infolge der Strompreissteigerungen abzuschöpfen, habe Encavis Rückstellungen in Höhe von 30,3 Millionen Euro gebildet. Der Vorstand bekräftigte dennoch seine Jahresziele, die Umsatzerlöse von 420 Millionen Euro und ein Ebit von 185 Millionen vorsehen.

München, 15. Nov (Reuters) – Der Autozulieferer Leoni ist im dritten Quartal tiefer in die roten Zahlen geraten. Das Verlust vor Sondereffekten weitete sich auf 56 Millionen Euro aus, nach drei Millionen Euro vor Jahresfrist, wie der Kabelbaum-Spezialist am Dienstag mitteilte. Grund sei noch nicht vollständig weitergegebene höhere Rohstoff- und Logistikkosten sowie eine anhaltend hohe Volatilität der Abrufe. Dazu komme eine Sonderrückstellung für drohende Verluste wegen erwarteter höherer Kosten. Leoni-Chef Aldo Kamper sprach von einem „perfekten Sturm“, mit dem sich die Autozuliefer-Branche konfrontiert sehe. Der Umsatz verbesserte scih dagegen spürbar auf 955 Millionen Euro nach 893 Millionen Euro vor Jahresfrist. Für das Gesamtjahr erwartet das Unternehmen einen Umsatz von 3,8 Milliarden Euro und einen Betriebsverlust vor Sondereffekten im hohen zweistelligen Millionenbereich.

15.11.22 Wichtige Marktentwicklungen

Quelle: Reuters

Titelfoto: Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

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